Vortrag von Herrn Dr. Tomas Kubelik zur Frage: bedarf es Dichtung in dürftigen Zeiten?
– Unsere Zeit ist geprägt von dem Wunsch nach permanenter Unterhaltung und einer immer knapper werdenden Kommunikation. Sprache scheint längst nicht mehr das wichtigste Instrument zu sein, um Menschen miteinander zu verbinden und Gedanken aufzubewahren. Vielmehr soll sie vor allem ein Mittel zur Durchsetzung von Gerechtigkeitsansprüchen sein, wie man an Auswüchsen wie dem Gendern oder der Verbreitung so genannter einfacher Sprache sehen kann. In dem Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, welchen Stellenwert Literatur und gehobene Sprachkultur angesichts einer Gegenwart haben können, die die Auseinandersetzung mit Texten scheut, Sprache auf kurze Sequenzen reduziert und die gänzlich in den Bann von Bildern gezogen zu werden droht.
Bei einem Büffet mit Erfrischungen und belegten Brötchen klingt der Abend aus.
Unkostenbeitrag: € 15,–